
Er löst Kai Uellendahl ab, der sich nun zusammen mit seiner Frau Anne stärker auf die Entwicklung der Arbeit von Nehemiah Gateway in der Schweiz konzentriert.
AUFSTEHEN GEGEN DROGENSUCHT
Für Christoph Lipski (kurz: Chris) gehört ehrenamtliches Engagement zum Leben. Er bringt seine berufliche Expertise gezielt ein: Der Polizeibeamte und Familienvater aus Lauf reist seit 18 Jahren regelmäßig nach Albanien und arbeitet mit unseren Schülerinnen und Schülern am Thema Drogenprävention.
Ein großer Teil der Straftaten in Albanien hängt mit Drogen zusammen. Das schafft ein Umfeld, in dem Jugendliche sehr leicht Zugang zu illegalen Substanzen haben, von legalen Drogen gar nicht zu reden. Alkohol gehört in Albanien zum täglichen Leben, Raki (oft selbstgebrannt) ist überall gegenwärtig. Den Kindern sind die Gefahren oft gar nicht bewusst.
Leider wird im albanischen Schulsystem noch kaum auf diese Problematik eingegangen. Gerne nimmt Chris deshalb auch die Einladung in öffentliche Schulen in Pogradec an. Er hat für jeden Kurs individuelle Lehreinheiten entwickelt.
Unsere Klassen freuen sich jedenfalls immer auf die Schulungen, sie sind aufmerksam dabei und gehen hoffentlich gut gerüstet ins Leben und - das hat schon Tradition - sie gehen mit einem leckeren Bonbon in die nächste Schulstunde.
Auf die Frage: Warum gerade bei NG?, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Ich werde nie meinen ersten Besuch in Albanien vergessen. Allein schon die Kinder der Amaro Tan Schule haben mich bis ins tiefste Herz bewegt. Ich kann nur jedem empfehlen, sich auch einmal auf den Weg zu machen und das zu erleben.“
Ein weiterer Grund ist für ihn sonnenklar. Als Rettungssanitäter, Wasserwachtler und Gemeindemitglied hat er viel Erfahrung mit dem Thema Ehrenamt. „Allzu oft passiert es, dass man vor Ort gar keinen echten Plan hat, wie man die Freiwilligen genau einsetzen will. Wertvolle Zeit und Energie gehen verloren, das frustriert ungemein. Bei NG kann ich mich total auf meine Aufgabe konzentrieren, alles andere ist perfekt organisiert.“
„Das ist auch ein Grund, warum ich mich jetzt stärker bei NG in Deutschland einbringe. Als ehrenamtlicher Geschäftsführer kann ich dafür sorgen, dass hier weiterhin alles ruhig und effizient läuft. So können wir auch die unglaublich wichtige Arbeit in Albanien optimal unterstützen. Dafür sind wir ja schließlich da!“


