Die Erstklässlerin Rajsa lernt, sich gut um ihre Zähne zu kümmern.
Dort helfen, wo alles seinen Anfang nahm
Als Dr. Flavia Myrtaj in ihre Heimatstadt Pogradec, Albanien, zurückkehrte, wollte sie nicht nur ihre Familie wiedersehen oder vertraute Orte besuchen. Sie kam, um zu helfen.
Flavia, die jetzt als Zahnärztin in Tampa, Florida, praktiziert, ist auch stolze Absolventin der Nehemia Schule (Shkolla Nehemia) und der Tufts University in den USA. Mit ihrer jüngsten Reise nach Albanien schloss sich für sie der Kreis: vom Lernen zum Helfen, vom Empfänger zum Geber. Flavia hat ihre Freiwilligeninitiative Floss and Smiles (Zahnseide und ein Lächeln) mit einem klaren Ziel ins Leben gerufen: Kinder zu versorgen, die andernfalls keine Möglichkeit hätten, eine grundlegende zahnmedizinische Anleitung und Versorgung zu erhalten. Und wo könnte man besser beginnen als in der Schule, die einen selbst fürs ganze Leben geprägt hat.
„Ich habe mein Abitur bei Nehemiah Gateway gemacht“, erzählt sie. „Dort hat meine Leidenschaft für den Dienst am Nächsten Wurzeln geschlagen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich in der Weihnachtszeit mit dem Sozialdienst freiwillig Geschenke an Kinder in abgelegenen Dörfern verteilt habe. Diese Erfahrung wird mir immer in Erinnerung bleiben. Sie hat mich gelehrt, wie Mitgefühl in Aktion aussieht.“
Während ihres Besuchs hat Flavia Schüler bei Amaro Tan und der Nehemia Schule zahnärztlich untersucht und zum Thema Zahngesundheit unterrichtet.
Ihr Team klärte Kinder im Alter von 6-10 Jahren darüber auf, wie man seine Zähne pflegt, wie sich die Ernährung auf die Mundgesundheit auswirkt und wie Prävention im Alltag aussieht. Jedes Kind wurde untersucht, erhielt Fluoridlack und eine Geschenktüte mit Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide. „Das ist ein wichtiges Alter, in dem die Kinder den Übergang von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen erleben“, erklärt Flavia. „Der perfekte Zeitpunkt, um ihnen dabei zu helfen, starke, lebenslange Gewohnheiten zu entwickeln.“
Flavia betont, dass es neben den praktischen Aspekten immer auch auf die Beziehung ankommt. Die Arbeit in ihrer Muttersprache, unter Kindern, die sie an ihre eigene Kindheit erinnern, bereitet ihr besondere Freude. „Ich habe schon in anderen Ländern Freiwilligenarbeit geleistet, aber das hier war anders. Das war etwas Persönliches. Ihr Lächeln und ihre Begeisterung zu sehen - das ist es, was mich antreibt, weiterzumachen.“
Ihr Traum ist es, Floss and Smiles zu einem nachhaltigen Programm auszubauen, das Kindern in unterversorgten Gebieten in Albanien nicht nur Aufklärung, sondern auch kostenlose zahnärztliche Versorgung anbietet. Um dies zu verwirklichen, hofft sie auf den Aufbau eines Netzwerks von Zahnmedizinern, Freiwilligen und Unterstützern.
Flavia unterrichtet mit Hilfe engagierter Freiwilliger spielerisch Zahnhygiene.
„Mundgesundheit wird oft übersehen, doch die Folgen können schwerwiegend sein. Wenn wir Wissen, Pflege und Prävention anbieten, schützen wir nicht nur die Zähne, sondern stärken das ganze Leben.“
Bildung zurückgeben - ein Familienprojekt
Lazaron (links) und Lori (rechts) mit dem diesjährigen Stipendiengewinner Daors Sofi und Herolinda Shkullaku (Gesch.ftsführerin von NG Albania)
Als Lazaron Gusho („Lazi“) und Lori Cobani 2019 ein Stipendienprogramm ins Leben riefen, wollten sie nicht nur in Schüler investieren, sondern auch ihre Familie ehren und der Gemeinschaft, in der sie aufgewachsen sind, etwas zurückgeben.
Im Andenken an ihren Großvater, Dr. Jorgji Jajçari, und inspiriert durch ihre eigenen Erfahrungen als Absolventen der Nehemia Schule, schufen die Cousins eine Möglichkeit, begabte Schüler in Pogradec zu unterstützen, die sich andernfalls keine weitere Ausbildung leisten könnten.
Beide leben und arbeiten jetzt in den USA, doch bleiben sie ihrer Heimatstadt und Nehemiah Gateway eng verbunden. Lazi ist außerdem Mitglied im Vorstand von NG USA. Bei ihren Stipendien geht es um mehr als nur um akademische Bildung. Es geht um Hoffnung, Möglichkeiten und darum, anderen die gleiche Chance zu geben, die sie selbst erhalten haben.
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